Auf einem Moränenhügel nahe Węgorzewo, nur 10 km von Poza Zgiełkiem entfernt, ruhen 344 deutsche und 234 russische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Der Friedhof Jägerhöhe – 1917 angelegt – ist eines der schönsten Gedenkstätten Masurens mit einem Aussichtsturm und einem mächtigen, 15 m hohen Holzkreuz, gestiftet von der Familie Lehndorff.
Geschichte – Soldaten zweier Armeen auf einem Hügel
Der Friedhof entstand 1917, als die Ostfront des Ersten Weltkriegs durch Masuren zog. Hier ruhen deutsche und russische Soldaten – begraben dort, wo sie gefallen sind, gemäß der Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die Stätte in Vergessenheit, wurde aber seit 1983 unter Denkmalschutz gestellt, und 1989 begannen Restaurierungsarbeiten. Heute ordnen sich die Gräber in ein charakteristisches Hufeisen ein, umgeben von einer Steinmauer, inmitten von Kiefern und in der Stille des masurischen Waldes.
Das Lehndorff-Kreuz und der Aussichtsturm
Das Herzstück des Friedhofs ist ein 15 m hohes Holzkreuz – ein Geschenk der Familie Lehndorff, die jahrhundertelang das umliegende Land besaß und deren Residenz – Schloss Steinort – nur 8 km entfernt liegt. Vom Aussichtsturm aus öffnet sich ein weites Panorama der masurischen Wälder, Seen und der Stadt Węgorzewo. Der Ort zieht Besucher bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang an, wenn warmes Goldlicht den Horizont flutet.
Anfahrt und was man mitnehmen sollte
Der Friedhof Jägerhöhe liegt an der Straße östlich von Węgorzewo, etwa 10 km von Poza Zgiełkiem entfernt. Erreichbar mit Auto oder Fahrrad – kostenloser Parkplatz am Eingang. Ganzjährig geöffnet, kostenlos. Ideal für einen kurzen Radausflug oder Waldspaziergang. Auf dem Hügel gibt es keine Gastronomie – aber Stille und Ausblicke entschädigen für alles.
Besuchertipp
Verbinden Sie den Besuch des Friedhofs Jägerhöhe mit einem Ausflug zum Schloss Steinort (8 km weiter) – beide Orte sind durch die Geschichte der Familie Lehndorff verbunden. Der gesamte Ausflug dauert etwa 2–3 Stunden und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in die masurische Geschichte.
Foto: mazury.com.pl



